Bevölkerung
Wisconsin zählt nur rund 5 Millionen Einwohner, davon etwa ein Drittel Deutschstämmiger, auf einem Gebiet von der halben Größe Deutschlands. Hauptstadt ist Madison, das "Athen des Mittleren Westens". Sie hat natürlich eine Universität und liegt pittoresk zwischen fünf Seen. Milwaukee ist die größte Stadt und bekannt für seine Brauereien, deren Gründung auf deutsche Einwanderer zurückgehen. Leider hat das Bier nichts mehr mit dem unsrigen zu tun ... Immerhin soll das "Leinenkugel" ganz gut munden, daneben die vieler Hausbrauereien, Microbreweries. Wegen ihrer deutschen Wurzeln, sind die Einwohner übrigens auch sehr deutschfreundlich.
Ach ja, menschenleer war die Gegend natürlich nicht vor der Ankunft deutscher Bierbrauer gewesen. Den Indianer ging es natürlich wie überall mit Lug, Betrug, mehrfacher Zwangsumsiedlung in ganz andere Lebensverhältnisse usw. So wurden Indianer von der Ostküste einfach in die Prärie verpflanzt. Das ist nicht weit davon entfernt, als würde man einen Europäer nach Grönland verfrachten. Nun ernähr´ Dich mal, baue Schlitten, Iglus und überlebe ... Näheres hier. Interessant, dass sogar wilder Reis an den Seen gedeiht.
Wirtschaft
Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Große einzeln gelegene Farmen prägen mit ihren hohen Silos das Landschaftsbild. Milchwirtschaft ist vorherrschend. Hauptanbaufrüchte sind Monsantos leckerer Genmais, denn die Kühe brauchen Kraftstoff, ferner Kartoffeln, Erbsen und Bohnen.
Dörfer sind weitgehend unbekannt. Klein- und Mittelstädte versorgen die Umgebung mit dem Nötigsten und bilden auch kulturelle Zentren mit ausgesprochenem regen Leben trotz der niedrigen Einwohnerzahlen. Da gibt´s Theater- und Musikveranstaltungen, Rock- und Jazzkonzerte und solche für Liebhaber klassischer Musik. Klar, dass auch die Kinos nicht in solchen Städten fehlen.
Hier mal wichtiges Vokabular zu Getränken:
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Kommentare
Die Wilden ...
Ureinwohner - Unmündige Kinder ...
Ja, sicherlich führte die Besiedlung der Weißen zu vielen Problemen. Hier mal etwas, was ich im "The Democrat v. 1868 gefunden hatte. Die Nachricht zeigt, wie selbstherrlich die Weißen auf "ihre" Rechte pochten, welche paternalistischen Rolle sie sich anmaßten, und dass sie die "roten Kinder" in ihre Schranken verweisen wollten.
Hier was aus dem Nord Stern, herausgegeben v. John Ulrich, einer deutsch-amerikanischen Zeitung:
"Indianer. 25. Januar 1868
Es wurde uns von einigen deutschen Burgern in Town Washington geklagt, daß sie von einer Anzahl Indianer, die sich daselbst herumtreiben, sehr belästigt würden. Dieselben bettelten ihre Lebensmittel zusammen und unter Umständen nähmen sie Sachen mit Gewalt, und es wäre nicht rathsam, die Frauen allein zu Hause zu lassen. Auch tödeten die Indianer alles Wild und kümmerten sich natürlich nicht um die Gesetzbestimmungen.
Die Abhülfe gegen die Plage der rothen Kinder liegt einfach darin, dieselben zu vertreiben. Sie haben kein Recht hier herum sich anzuhalten, da die Regierung ihnen Land zum Aufenthalt angewiesen hat. Wenn einige Bürger zusammentreten und ihnen erklären, daß sie sich zu entfernen hätten oder mit Gewalt entfernt würden, so werden sie sich drücken.
Wenn nothwendig, muß die County-Behörde Hülfe zu diesem Zwecke leisten."