Schein und sein

Peter, mit vollem Namen Rudolf Charles Baxter, ungefähr von gleicher Größe und Gestalt wie ich und fast auf den Tag genau ein Jahr jünger, hatte in seiner Schulzeit im Football-Team seiner Junior-High School mitgespielt. Davon legten zahlreiche Fotos im ganzen Haus Zeugnis ab. Mit seinem schwarzen, gewellten Haar und trotz seiner reichlich vorhandenen Pickel im Gesicht wirkte er ganz sympathisch.

Diesen Eindruck machte er jedoch durch seine Vorliebe für T-Shirts von Slayer, Iron Maiden etc. mit zerfleischten Köpfen und ähnlich vertrauenerweckenden Motiven teils zunichte. Zerfetzte Jeans und ausgelatschte Turnschuhe verstärkten dann die Wirkung der T-Shirts. Es wäre jedoch irrig, daraus auf Peters Charakter schließen zu wollen.
Mitnichten: er war ein sehr netter Kerl und zählt nun zu meinen besten Freunden. Es schien meinen Gasteltern damals so, als habe er irgendwie die Orientierung verloren. Er wollte sich mit siebzehn Jahren erwachsen genug fühlen und von zu Hause wegziehen.

Von der Schule hatte er ebenfalls genug, und die Vorstellungen einige weniger "Freunde" über süßes Nichtstun übten eine starke Anziehungkraft auf ihn aus. Das gab sich jedoch mit der Zeit als wir uns angefreundet hatten und er in den Hotels Holiday's Inn und später bei Hilton als am Empfang arbeitete. Statt seiner T-Shirts sah man ihn auch in Hemden und sogar in normalen Hosen, ja selbst Anzügen, wobei er manchmal sogar den meinen borgte.