Umweltbewusstsein der US-Jugendlichen
Obwohl umweltschützendes Verhalten in den USA bei weitem nicht so stark wie bei uns in der öffentlichen Meinung verankert ist, lässt sich auch hier eine Sensibilisierung vornehmlich junger Leute entdecken. Gerade hier prallen ökonomische Gegebenheiten auf ökologische Probleme. Dies beginnt bereits beim eigenen Wagen (man braucht nur an die Verbrauchsdaten von älteren US-Autos zu denken). Viele Highschool-Schüler können sich einen eigenen Wagen leisten und bevorzugen diesen für den Schulweg. Bei Benzinpreisen von einem Dollar für 1 Gallone (ca. 3,7 Liter) wird man kaum auf den Schulbus angewiesen sein, vor allem, wenn der Führerschein nur 12 Dollar kostet.
Viel Müll verursachen auch die Getränkedosen, die Schulsnacks etc. Auch das Wochenende wird meist zu einem Besuch in einem Fast-Food-Restaurant genutzt.
Mittlerweile finden sich auch in der Schule erste Ansätze des Umweltschutzes. Vorrangig versucht man Rohstoffe zu schonen und Wertstoffe wiederzuverwerten. Schulische Gruppen wie z.B. SAFE (Student Activist For Earth) oder andere Verbände von Highschool-Schülern versuchen, durch Veranstaltungen die Schülerschaft auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Allerdings stecken diese Bemühungen erst in den Kinderschuhen. Die Entwicklung eines starken Umweltbewusstseins beginnt mit der Information, aber auch hier wird vieles dem Einzelnen überlassen. Staatliche Eingriffe, etwa eine höhere Mineralölbesteuerung, sind schon aus sozialen Gründen (z.B. mangelnde öffentliche Verkehrsmittel) kaum durchzusetzen. Es wäre mit Sicherheit nicht sinnvoll, deutsche Umweltmaßstäbe in den USA zu suchen, aber man kann als Gastschüler die Bemühungen an der Highschool durchaus unterstützen.

