Tragischer Tod

Samstag, 9. Juni
Als ich am nächsten Morgen gegen Mittag aufstand, hatte sich Peter im 4 ºC kalten See bereits unterkühlen lassen - er war wasserskifahren. Da ich schon einmal den Vormittag verschlafen hatte, beteiligte ich mich um so "aktiver" am Nachmittag.
Als erstes wollten wir das Boot zum Stausee Ouchita fahren. Dabei wurde ein Hydraulikkabel des Motors durchtrennt, so dass weitere Pläne zunächst ausgesetzt waren. Mittlerweile fuhr aber Peter wieder nach Little Rock, und mein Freund Jeff traf ein. Die provisorische Kabelreparatur durch Mr. Baxter wurde dann bis in die Dunkelheit hinein im mehrstündigen Racing Test auf dem Lake Ouchita überprüft.

Dienstag, 12. Juni
Gegen Ende meines Aufenthaltes musste ich leider auch eine traurige Erfahrung machen.
Am vorangegangenen Samstagabend wurde ein Bekannter von Peter und mir aus unserer Jahrgangsstufe bei einem Autounfall getötet. Er wurde aus seinem Wagen geschleudert und starb auf furchtbare Weise. Seine Beerdigung, an der auch Peter und ich teilnahmen, bedrückte uns alle. Sehr viele ehemalige Mitschüler und Lehrer bekundeten ihr Beileid, wobei keiner das Geschehen zu fassen schien.

Mittwoch, 13. Juni
Auf unglaubliche Weise wurde an diesem Tag ein nicht mehr erwartetes Versprechen von unserem Dramalehrer, Mr. Boosey, in die Tat umgesetzt. Mit der Englischlehrerin Mrs. Greenway lud er nämlich Ville und mich noch im März zu einem Ausflug nach Blanchard Springs zur Besichtigung der berühmten Tropfsteinhöhlen ein.
Mrs. Greenway war übrigens unter den letzten zehn Kandidatinnen bei der Teilnahme an der Space-Shuttle-Mission, die mit der tragischen Explosion des Raumschiffes endete. Glücklicherweise war sie in der letzten Runde ausgeschieden.

Unser Ausflug mit Mittagessen und Besichtigung von Quellen war trotz der Temperaturen von über 35 ºC sehr schön. Einzig die Fahrkünste von Mr. Boosey, der die Gebirgsstrecken als Ralley-Tour auffasste, machten dem Magen zu schaffen.