Themen: 

American Dream

Generationen von Schriftstellern, Dichtern, aber auch von Politikern und Soziologen, ja von fast allen Berufsfeldern und Menschen verschiedener Schattierungen haben immer wieder versucht, den "Amerikanischen Traum" zu bestimmen, ein Phänomen, das die Entwicklung Amerikas geprägt hat, dem wohl immer nachgejagt werden wird.
Jeder Gastschüler wird sich mit den Inhalten dieses Traums, Inbegriff der amerikanischen Lebensart beschäftigen müssen. Er ist die Antwort auf die Frage nach dem Hauptcharakterzug der Amerikaner. Möchte man zu Ende seines Aufenthaltes ein Resümee ziehen, kommt man bei der Beantwortung der Frage nach dem "Wie war's?" am American Dream kaum vorbei. Das Gelingen des Aufenthaltes hängt nicht unwesentlich davon ab, mit welcher Ausprägung des American Dream man in der Schule, zu Hause oder bei Freunden in Berührung kam und wie weit diese sich mit den eigenen Ideen in Übereinstimmung bringen ließen.

Was ist der "American Dream" denn nun? Den Begriff verwandte erstmals der Schriftsteller James Truslow Adams in seinem Buch "The Epic of America" zur Beschreibung des "Wesens" der Vereinigten Staaten. Da dieser "Epochenbegriff" eine unglaubliche Studien- und Diskussionswelle auslöste, lohnt ein Blick auf seine Entwicklung.
Die Ausführungen Adams dazu strotzen vor Emotionen und versuchen die Bedeutung, Wichtigkeit und die Möglichkeiten zur Verwirklichung dieses Amerikanischen Traums zu erläutern.
Bereits die Tatsache, dass kein anderes Land der Erde, außer Amerika, einen Traum besitze, wird als ganz besonderer Beitrag für die Menschheit angesehen. Obwohl diese Vorstellungen Truslows heute kaum noch so radikal aufgefasst werden, darf die Verwurzelung des American Dream im amerikanischen Charakter nicht übersehen werden.
Der Inhalt des Dreams besteht aus den Idealen eines erfüllten und in jeder Hinsicht reichen Lebens für alle Individuen. Es ist das Ergebnis von Möglichkeiten, die jedem entsprechend seiner Fähigkeiten und Leistungen von der Gesellschaft geboten werden. Da die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Bestimmung des Amerikanischen Traums auch von Adams erkannt wurde, versuchte er, ihn an bestimmten Wünschen der Menschen festzumachen.

JH

Kommentare

Schöne Illusion

Zerronnene Träume

Das erwähnte Buch erschien 1931, kurz nach dem Börsencrash mit dem "Schwarzen Freitag" 1929.  Seltsam, dass jemand ein solches Werk verfassen konnte, wenn doch gerade viele Vermögen, Essenz langer Jahre Arbeit, gerade zerronnen waren.
Da muss man ja mit Blindheit geschlagen sein oder die Wirklichkeit einfach verdrängen.

Hat die Finanzkrise 2008 / 2009 nicht den Glauben an den Myhos von "harter Arbeit gleich Wohlstand" erschüttert?
Tausende von Immobilien weg, Pensionfond und Renten weg, usw. usw.

Ich empfehle mal Michael Moores "Kapitalismus".