Verköstigung auf Amerikanisch
Jeder kennt die USA als Land des Fast-Food, sprich der Hamburger u.ä. Verglichen mit unseren Restaurants sind diese Imbisse preiswert, bieten dafür aber häufig reine Dickmacher an - "junk food" oder "plastic food" eben -, ohne Nährstoffe.
Aber wer bei Hamburgern hängenbleibt, ist selbst schuld. Es gibt eine ganze Reihe von Ketten mit appetitlichen Salatbars, wo man sich nach Belieben bedienen kann. Außerdem lockt jede Kette mit einer eigenen Spezialität wie Huhn, Roastbeef, Tacos, Steaks, Scampi oder Pizza. Preiswert und gut sind auch die vielen chinesischen Lokale.
An den Fernstraßen liegen die Filialen der großen Ketten "Howard Johnson's" und "Holiday Inn". Dort ist die Kost teurer, aber auch abwechslungsreicher und bekömmlicher als in den Hamburgerlokalen.
Frühstücken lässt sich auf hunderterlei Arten. Gewöhnlich wird es aber rund ums Ei zusammengestellt und heißt oft "One-" bzw. "Two Egg Breakfast".
Bei der Bestellung von Eiern fragt die Bedienung, ob man "scrambled" (als Rührei) oder "fried eggs" (als Spiegelei) wünscht. Bei letzterem darf man noch wählen zwischen "sunny side up", was dem europäischen Spiegelei entspricht, und "over", wobei das Ei von beiden Seiten wie ein Omelette gebraten wird. Mag man das Eigelb nicht ganz durchgebraten, so bestellt man das Ei "over easy". Fester ist es mit Abwandlungen als "over medium" und ganz durch mit "over hard". Besonders gut schmeckt's mit Schinken, Würstchen und Ketchup - behauptet man.
Klar ist, wer derart seinen Tag beginnt, wird rund!
Dazu speist man "buttered toasts" oder "French fries", also Pommes. Unsere Kartoffelflocken heißen auf Englisch "crisps", nicht "chips". Hinter "hash browns" verbirgt sich alles Mögliche von gebratenem Kartoffelbrei bis hin zu verkohlten Kartoffelfäden.
Man bekommt Eier aber auch gekocht (boiled) oder hartgekocht (hard-boiled). Übrigens, falls man mal drauf stößt: poached eggs (poach: wildern, Beutel) sind im Wasserbad zubereitete Eier; bei uns sehr selten.

