Vorwort zum Schuljahr in den USA

Immer mehr Schüler und Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben heute die Möglichkeit, durch einem längeren Auslandsaufenthalt ihren persönlichen Horizont zu erweitern und neue Eindrücke zu gewinnen. Gerade in unserer schnellebigen Zeit, in der Wirtschaft und Gesellschaft ein globales Denken erfordern und die Welt immer mehr zusammenwächst, ist es für junge Menschen wichtig, schon früh neue Länder und Kulturen intensiv kennenzulernen, um die Menschen dort zu verstehen und ihre eigenen, oft begrenzten Horizont zu erweitern.
Um fremde Kulturen und die Handlungs- und Lebensweise der Menschen wirklich kennenzulernen und zu verstehen, genügt jedoch niemals nur ein Urlaub oder eine Anwesenheit lediglich als "Gast". Nein, dazu ist es erforderlich, zu versuchen, selbst ein Teil dieser neuen und oftmals fremden Gesellschaft zu werden und in ihren Strukturen zu leben.
Zu den interessantesten Orten für einen längeren Auslandsaufenthalt für junge Leute zählen sicherlich die USA, da die Kultur dort zwar europäisch geprägt ist, Europa im täglichen Leben aber dennoch fern liegt und viele neue und wertvolle Erfahrungen gewonnen werden können. Selbstverständlich eröffnet ein längerer Auslandsaufenthalt auch unvergleichlich bessere Möglichkeiten, zum Erlernen einer fremden Sprache, als die beste Schule zu Hause.
Auch der Autor hatte die Möglichkeit, während eines einjährigen High-School-Aufenthalts in einer amerikanischen Familie zu leben und den "American Way of Life" aus eigener Anschauung kennenzulernen. Während viele andere Schüler ihren Auslandsaufenthalt aber nur zu persönlichen Erfahrungen nutzen und ihre Erlebnisse nur einem kleinen Kreis von Bekannten weitergeben können, will der Autor mit dem vorliegenden Buch andere junge Leute von seinen Erfahrungen und Eindrücken profitieren lassen.

Er hat daher sein Jahr" in den USA dokumentiert, um sein "Tagebuch" vom Aufenthalt auch anderen zugänglich machen und so manch wertvollen Hinweis und interessantes Erlebnis weiterreichen zu können. Es geht dabei nicht nur darum, eigene Erlebnisse zu schildern, sondern auch konkrete Tipps und Anregungen zur Vorbereitung eines längeren Auslandsaufenthalts zu geben.
Hier findet der Leser daher keine langen theoretischen Abhandlungen über das "Leben in einem fremden Land", sondern handfeste Hinweise auf das, was einen wirklich erwartet.
Er geht auch auf die kleinen Probleme des Alltags ein, auf Fragen, die jeder vor einem Auslandsaufenthalt hat, aber keiner zu stellen wagt.
Vielleicht gelingt es hiermit, mehr jungen Leuten einen schulischen Auslandsaufenthalt schmackhaft zu machen und Hürden und Ängste, die einem Auslandsaufenthalt oft entgegenstehen könnten, abzubauen. Das Buch vermittelt Schülern, Jugendlichen und Eltern einen guten Eindruck davon, was bei einem Gastschulaufenthalt zu erwarten ist, welche Probleme auftauchen können, und wie sich ein längerer Auslandsaufenthalt am besten vorbereiten lässt. Es zeigt deutlich den persönlichen Gewinn und Nutzen eines Gastschulaufenthalts für die eigene Entwicklung und hilft vielleicht auch mit, Bedenken bei Eltern und Angehörigen zu zerstreuen.
Daneben schildert es aber auch mit amüsanten Geschichten den Alltag eines Schülers in den USA und erlaubt so einen guten Einblick in Lebensweise und Einstellungen seiner amerikanischen Gastfamilie. Alleine diese kleinen Geschichten lassen Kultur und Denkweise der amerikanischen Gesellschaft lebendig werden.
Ich wünsche dem Autor eine große Zahl von Lesern und hoffe, dass es mithilft, viele junge Leute für einen Gastschulaufenthalt in den USA oder in einem anderen Land zu begeistern und zu überzeugen, dass ein längerer Auslandsaufenthalt für jeden ein Gewinn ist!

Jürgen Brand, Mitglied des Europäischen Parlaments