Schießen verboten

Tja, in Amerika und Kanada ist der Umgang mit Waffen in der Öffentlichkeit ein anderer als in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland. Niemand denkt sich etwas dabei, in der Handtasche eine kleine Waffe mit sich herumzutragen. Fast jeder Haushalt hat eine im Schrank. Ob sie je gebraucht wird, ist eine andere Frage.

Da das Schießen in den Wäldern im Speckgürtel zu Kanada und in Kanada selbst ein häufig anzutreffendes Hobby ist, verwundert es nicht, dass man von der eigenen Austauschorganisation eindringlich erinnert wird, dass die Benutzung einer Waffe zur sofortigen Abreise des Schülers führen kann. Diese Mahnung ist nicht aus der Luft gegriffen, denn wenn die Familie in die Wälder  jagen geht, läuft der Gastschüler natürlich mit. Da liegt es nahe, dass die Gastmutter oder der Gastvater dem Schüler auch einmal das Gewehr in die Hand drückt. Und schon könnte die magische Grenze überschritten werden.

Denn: Der Jugendliche darf sich das Gewehr wohl ansehen und dies auch anfassen, aber er darf nicht schießen. Das sollte sich jeder Jugendliche hinter die Ohren schreiben. Anders sieht es aus, wenn der Jugendliche selber einen Jugend-Waffenschein besitzt. Das kann der Fall sein, wenn er im Schützenverein tätig ist. Dann ist die Benutzung einer Waffe aber trotzdem mit der eigenen Austauschorganisation abzuklären.

Um auf  "Nummer Sicher" zu gehen, sollte sich der Gastschüler also auf das Treiben und das Einsammeln des Wilds konzentrieren.