Angst vor Amokläufen
Aus Furcht vor Amokläufen sind Waffen an amerikanischen Schulen strikt verboten. Eine sinnvolle Regelung, die leider manchmal zu streng gehandhabt wird: Die "Null-Toleranz-Politik" zeigt mitunter groteske Auswüchse. Hier einige Beispiele:
Eine Siebtklässlerin schnitt mit einem Haushaltsmesser Fenster aus einem Papierhaus aus. Die Strafe: Schulverweis.
Eine Drittklässlerin nahm einen Kuchen mit zur Schule, außerdem natürlich ein Kuchenmesser zum Anschneiden. Die Folge: einjähriger Schulverweis.
Ein sechsjähriger Junge brachte sein neues Campingbesteck mit zur Schule, um damit das Mittagessen in der Kantine ganz nach Pfadfindermanier zu sich zu nehmen. Unglücklicherweise befand sich ein Klappmesser dabei, weshalb der Fall vor die Disziplinarkommission kam. Sie verhängte einen Schulverweis über den Kleinen und einen 45-tägigen Aufenthalt in einer Schule für verhaltensgestörte und schwer erziehbare Kinder.
Glücklicherweise gelang es seiner Mutter, die sich stark in der Kirche engagiert hatte, so viel Aufmerksamkeit auf den Fall zu ziehen, dass die Entscheidung widerrufen wurde. Zudem hoben die Verantwortlichen die Pflicht auf, Erstklässler und Kindergartenkinder, die gefährliche Dinge mit sich führten, automatisch in eine Besserungsanstalt einzuweisen.

