Um vieles reicher

Ob ich nun nasch geworden bin?
Diese Frage können wahrscheinlich nur diejenigen beantworten, die mich vorher gekannt hatten. Mit Sicherheit weiß ich aber, dass ich viel gelernt habe, über mich, aber auch über andere Menschen. Ich habe Erfahrungen gemacht, die viele Leute nie machen werden, positive wie auch negative Eindrücke.
Mir war es gewiß nicht immer einfach, mich in meinem "neuen" Leben zurechtzufinden. Es gab bestimmte Bereiche, in denen ich die Antworten ganz genau wusste, zum Beispiel die Drogenproblematik oder schulische Leistungen. Vielfach hat mir auch die Festlegung langfristiger Ziele geholfen sowie mein Bestreben, möglichst viele Leute kennenzulernen.
Auf jeden Fall hatte ich nach einigen Wochen keine Schwierigkeiten mehr, beispielsweise ein Programm für das Wochenende zu erstellen.

Schulische Leistungen standen für mich übrigens weiterhin im Vordergrund. Ich nutzte dementsprechend das Angebot meiner High School, um möglichst viel zu lernen, worüber ich in daheim wenig erfahren kann, zum Beispiel die amerikanische Geschichte oder Staatsprinzipien. Mein High-School-Diplom und meine Auszeichnungen sind auch gleichzeitig Anerkennungen der akademischen Leistungen, auf die ich mit Freude zurückblicke.
Zum Abschluss möchte ich betonen, dass ich meine Erfahrungen geschildert habe. Mein Jahr - genauso wie das jedes anderen Gastschülers - ist ein ganz individuelles Erlebnis.
Jeder Teilnehmer kommt in ein unterschiedliches Umfeld mit unterschiedlichen Kenntnissen - und insbesondere unterschiedlichen Erwartungen.
Luftschlösser sind sicherlich nicht hilfreich - ein Jahr USA ist nicht immer Beverly Hills 90210. Trotzdem erhält man mit diesem Jahr eine großartige Möglichkeit, die man für sich nutzen muss. Man kann vieles erleben - noch viel mehr als ich. Vieles hängt aber auch von der eigenen Einstellung ab.
In jedem Fall sollte gelten: Take it easy!