Themen: 

Göttliche Auserwähltheit

Ohne den Gott geht nichts

Nicht zu vergessen: Die ersten Einwanderer, die Pilgerväter (Puritaner), waren religiöse Verrückte, Extremisten, Fundamentalisten, und verließen England, weil ihnen die Reformation dort nicht weit genug gegangen war. Die Engländer waren froh, sie loszusein. Heute würden die Behörden ihnen hierzulande zumindest die Kinder wegnehmen, ihre Schulen schließen und sie, Eltern und Kinder, geeigneten, aber jeweils ganz anderen Institutionen überantworten ...
Kaum in Amerika niedergelassen, bekämpften sie die nachfolgenden Quäker, denn im Wahn über ihre „göttlichen Auserwähltheit“ pflegten die gottesfürchtigen Krieger auch die Indianer zu massakrieren.

John Mason, Kommandant, schrieb nach einem Massaker:
"Gott kam über sie und hohnlachte über seine Feinde, die Feinde seines Volkes, und ließ sie zu einem Feuerofen werden… So richtete der Herr die Heiden, und häufte die Toten auf, Männer, Frauen, Kinder. Und so gefiel es denn dem Herrn, unsere Feinde ins Hinterteil zu treten, und uns ihr Land zum Erbteil zu geben."

Die Quäker hingegen bestanden nicht nur auf Glaubensfreiheit und sozialer Gerechtigkeit, sondern achteten auch die Rechte der Ureinwohner. Da sie diesen ihr Land zu "fairen" Preisen abhandelten, entstanden Spannungen mit den raffgierigen frommen "Pilgervätern". Ja, die Quäker wurden selbst von den Puritanern gefoltert und ermordet. 
Im übrigen ist es eine anscheinend unausrottbare Fabel, wie häufig zu lesen, dass die Pilgerväter in England verfolgt worden und ausgewandert seien, um Religionsfreiheit zu schaffen. Nein, ihnen war die relative Religionsfreiheit im damaligen in England ein Greuel. Sie wanderten nach Amerika aus, um dort religiöse Unfreiheit zu schaffen. Selbst als der Diktator Oliver Cromwell die Macht an sich gerissen und ein puritanischen Terror-Regime geschaffen hatte, waren sie nicht nach England zurückgekehrt.
Warum nicht? Nun, Cromwell war ihnen noch viel zu lasch. Das beweinten sie in ihrer "Stadt auf dem Hügel" (City on the Hill), dem Bollwerk gegen Unglauben und falschem Glauben, siehe auch die Jereminade.
Diese Geschichte braucht man Amerikanern bei Truthahnessen allerdings nicht aufzutischen ...

Ähnlich Verrückte wie die Pilgerväter sind die Amischen, Amish, ursprünglich schweizerische Protestanten, die langsam auszusterben drohen, weil die jungen Leute die Weltabgewandheit ihrer Vorfahren nur noch wenig attraktiv finden. Anders die Mormonen, die überall auf der Welt aggressiv und sehr weltwärt orientiert, ja, geradezu geschäftsmäßig unterwegs sind, was sich auch in ihrer Kleidung ausdrückt.