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Es geht los

Nun steht er an, unser Besuch in den USA bei Johanna, besser gesagt, wir sind schon unterwegs. Alles wieder auf die letzte Minute, das kennt man ja. Was bis heute Morgen 5.00 Uhr nicht im Koffer war, ist auch nicht mitgekommen. Ein kurzer Abriss, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, wenn Sie solch eine Reise planen.

4.30 Uhr aufstehen, nach den Tickets sehen, kalt duschen (der Boiler ist noch nicht warm) und anziehen. Mit Kaffeebecher in der Hand ins Auto und los zum Flughafen.

Dort angekommen, schnell den Schalter gesucht, den wir erst nach langer Suche gefunden haben. Leider sind die Menschen verschwunden, die einen sonst eingecheckt haben. Also ran an die Automaten und fünfzehn Mal versucht, bis wir unsere sechs Bordkarten in der Hand hatten. Verzweiflung machte sich breiter und breiter, als es mit den Bordnummern nicht geklappt hat. Aber am Ende hatten wir sie in der Hand, die Delta-Bordkarten, die uns zum Ziel begleiten sollten

Durch ein Fußballspiel tags zuvor hatten alle Flüge Verspätung; unser Flieger ließ uns auch eine Stunde warten.
Schnell eingestiegen und auf nach Amsterdam. Eine Stunde Flug ist nicht viel … in Amsterdam wartete dafür eine Kontrolle.

Aber erst einmal zur Ankunft in Amsterdam. Denn da wir ja noch zwei Stunden Zeit hatten, düdelten wir so ein wenig in der Gegend herum. An einem Informationsschalter holten wir uns die Abflugzeiten und erhielten glich einen Schuss vor den Bug. Denn wir hätten schon längst beim Einchecken gewesen sein müssen.
Ich hatte vergessen, dass es noch einmal genaue Interviews und Kontrollen gibt, bevor man in den Flieger nach Detroit einsteigen darf.
Die Schlange vor dem Eincheckpoint war ewig lang, alles Amerikaner, man sah es sofort. Lustige Schuhe, hohe Frisuren und laute Gespräche. Hinten angestellt und gewartet.

Während wir in der Schlange aufrückten, beschlich mich ein seltsames Gefühl, als hätte ich etwas vergessen.
Kurze Zeit später holte uns der Sicherheitsbeamte und scannte unsere Pässe. Zudem wollte er wissen, ob wir Geschenke dabei hätten, wo wir hinwollten und was in den Koffern sei. Außer meiner englischen Wörter hatten wir nichts vergessen, ein Glück.

Nun folgte noch einmal eine Kontrolle des Gepäcks, alles noch mal vorzeigen, Gürtel ausziehen, Flüssigkeiten darlegen usw.. Es ging schnell, so dass wir etwas später an Bord gehen konnten.
An Bord der Delta-Airlines verschlug es uns ein wenig die Sprache, denn das Flugzeug war riesig groß, unglaublich groß. Und wir überlegten ernsthaft, wie dieses Ungetüm in die Luft gehen sollte. Aber es ging ohne Probleme in die Luft und erst mal oben angekommen, wurde uns klar, was wir hier  taten … wir flogen nach Detroit. Unglaublich!

Hier im Flugzeug sollten wir über acht Stunden verharren, aber es gab Spielfilme auf einem kleinen Bildschirm, Getränke wurden angeboten und ich durfte den ersten Tagebucheintrag zu unserer Reise anfertigen.

Angekommen in Detroit, aber von Wolkenkratzern keine Spur, nur Nebel überall um uns herum.
Langsam stiegen wir mit erfreulich uneingefrorenen Gliedern aus dem Flugzeug aus. Wir sind in den USA, unglaublich. Was uns nun erwartete, ist auch unglaublich, denn erst müssen wir Papiere abgeben. Diese Papiere mussten wir im Flugzeug ausfüllen, hier ist vermerkt, was wir alles mitnehmen, warum wir hier sind, welche Geschenke wir mitnehmen und welchen Wert diese haben. Es wurde hier auch noch vermerkt, dass wir keine Tiere schmuggeln dürfen, auch kein Elfenbein. Hatten wir aber auch nicht vor.

Nun stand uns eine Kontrolle ins Haus.
In einer langen Schlange warteten wir, bis man uns zu dem Sicherheitsbeamten vorließ. Dieser fragte wiederum, wohin wir wollten, was wir mitführten und welche Ambitionen wir in Amerika hätten. Mit einem guten Englisch von Lenas Seite und einem holprigen Möchte-gern-Amerikanisch von mir bestanden wir die Probe. Nun noch schnell alle Finger und die Pupille gescannt und schon waren wir durch … Seltsames Gefühl, nichts bleibt geheim. Ein Verbrecher würde spätestens hier auffallen.

Nun noch der Nacktscanner. Leider sah wohl Lena aus, wie eine Drogenschmugglerin, den die Sicherheitsbeamten suchten sie heraus, um sich in den Nacktscanner zu stellen. Gerade das wollte Lena ja unbedingt verhindern. Tja, nun musste sie es wohl über sich ergehen lassen.

Nun ging es durch einen langen Gang, der unter dem Flughafen hindurchführte. Dieser war in wunderschönen Farben ausgeleuchtet. Es hatte etwas unheimlich Schönes und Beruhigendes.
Also gingen wir auch ganz beruhigt durch diesen schönen Gang (Foto vorhanden).

Nun wollten wir den letzten Flug bekommen, von Detroit nach Appleton. Leider hatte auch dieser Verspätung, wir mussten warten. Endlich war es soweit, es konnte losgehen. Diese Maschine war schon etwas älter, wir hatten sich so viel Vertrauen.
Wenn Sie solch eine Reise vorhaben, müssen Sie ein paar Tage vorher noch einmal prüfen, ob sich die Reisedaten geändert haben. In unserem Fall änderten sich diese ständig.