Wichtiges zur Wahlentscheidung
Allgemein merkt man in den USA schnell, wo Amerikaner politische Orientierungspunkte finden und wie diese von den Massenmedien geliefert werden.
Ein entscheidendes Kennzeichen eines amerikanischen Präsidenten ist sein Charakter, so oder ähnlich lernt man es bereits in der Highschool. Dadurch wird auch von Jugendlichen sofort auf die Lebensführung der Kandidaten geschaut, und hier wird von der Presse reichlich Material geliefert.
Häufig können Wahlentscheidungen davon abhängen, ob ein Kandidat sich vor dem entscheidenden Fernsehinterview rasiert hat oder nicht. Geordnete Familie, glückliche Ausstrahlung, einwandfreie Lebensführung und erfolgreiche Collegejahre, möglichst mit Sport, sind wichtige Pluspunkte. Dagegen können Kandidaten für wichtige Ämter sicher sein, dass sogar ein Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung von den Medien ausgegraben und von der Öffentlichkeit mit Interesse aufgenommen wird.
Kurzum: Erst wird der Kandidat genau durchleuchtet: Er muss bereit sein, sich ganz zu offenbaren. Die Neigung geht auch bei jungen Wählern zu weißen, männlichen, protestantischen und verheirateten Kandidaten.
Bei Jugendlichen steht das politische Programm eher an zweiter Stelle.
In den USA existieren im wesentlichen nur zwei große politische Parteien, die konservativen Republikaner und die eher liberal-soziale Demokraten. Die Unterschiede sind bei weitem nicht mit der europäischen Parteienlandschaft vergleichbar.
Welche Themen dann von dem Kandidaten vertreten werden, interessiert hauptsächlich ältere Generationen, kaum einmal Highschool-Schüler. Und trotzdem sollte man eine Sensibilisierung in der Highschool nicht absprechen.

