Abschlussfeier in Memphis
Montag, 14. Mai
Nach den Auszeichnungen durch Schüler folgte an diesem Abend die Auszeichnung der Schüler für akademische Leistungen durch die Schule.
Noch zu Anfang meines Aufenthaltes zeigte mir Peter eine etwa 10x12 Zentimeter große Holzplakette, die er im letzten Schuljahr für die höchste Punktzahl in Geometrie ergattert hatte, und ab diesem Moment war auch mein Ehrgeiz geweckt, eine solche Auszeichnung mit nach Hause nehmen zu können.
An diesem Montagabend saß ich mit etwa fünfzig anderen Schülern im Auditorium. Die Auszeichnung übertraf dann aber meine Erwartungen, da ich gleich in drei Fächern die höchste Punktzahl erzielt hatte: American Government, Psychology und French IV. Ich erhielt auch noch eine weitere Anerkennung für Internationale Beziehungen.
Samstag, 19. Mai
Der Tag des zweiten Proms, zu dem ich von Danielle, der holländischen Austauschschülerin aus meiner Träger-Gruppe, eingeladen wurde, begann sehr früh, um sechs Uhr, da eine über vierstündige Autofahrt meiner harrte.
Um die Mittagszeit war ich dann bereits in Helena / Arkansas bei Danielles Gastfamilie.
Ich fragte mich aber nach dem Sinn dieser Eile, da Danielle und ihre Gastschwester Trisha erst gegen 16 Uhr vom Friseur zurück auftauchten.
Nach längerer Vorbereitung und zweistündiger Autofahrt kamen wir in Memphis an, denn das Prom stieg auf einem Mississippidampfer. Die dreistündige Bootsfahrt und die Tanzparty bleiben unvergeßlich. Das Innere des Schiffes weckte Erinnerungen an Mark-Twain-Filme. Auf der untersten Ebene befand sich eine große Tanzfläche mit einer kleinen Bühne. Die zweite Etage war als Logenplatz konstruiert, von wo die Tanzfläche einsehbar war. Ferner gab es sogar noch die Möglichkeit, aufs Dach hinauszugehen.
Gegen Mitternacht führte unser Weg zu einem Country-Restaurant, und danach ging es bei strömendem Regen zurück nach Helena. Dieses Prom endete dann etwa gegen fünf Uhr morgens, ähnlich meinem in Little Rock.
Einziger Wermutstropfen: Meine Abschlussprüfungen begannen am folgenden Montag, und dadurch war der Sonntag mit Lernen statt Schlaf zuzubringen.

