Tippen, telefonieren, träumen …

Autofahren ist gefährlich, besonders wenn man nicht bei der Sache ist. Schon Kleinigkeiten wie eine heruntergefallene Zigarette haben schlimme Unfälle verursacht. Das scheint viele US-Bürger jedoch nicht zu kümmern: Seit ihnen Simsen und Mailen im Auto möglich ist, nutzen sie diese Möglichkeit auch neben dem Fahren.
"Smartphones" erlauben es, während der Fahrt ins Internet zu gehen und dort Mails zu lesen und zu beantworten. Parallel dazu telefonieren Amerikaner oft mit dem Handy, obwohl Telefonieren mit dem Hörer am Ohr (nicht per Freisprechanlage) zu einem gefährlichen "Tunnelblick" führt, durch den viele Gegenstände (z.B. andere Autos) aus dem Blickfeld des Fahrers verschwinden.
Handys waren bereits bei über 600 000 Unfällen in Amerika im Spiel. Dabei wurden 340 000 Menschen verletzt; 2600 starben.

Ungefähr achtzig Prozent der Amerikaner geben zu, dass Tippen während des Autofahrens gefährlich sei. Erstaunlicherweise frönen sie diesem "Vergnügen" dennoch recht häufig. Besonders Lkw-Fahrer gelten als gefährlich, da sie durch einen kleinen Computer stets Kontakt mit ihrem Unternehmen halten. Dabei wächst das Risiko, einen Unfall zu verursachen, um das 23-Fache.

Übrigens: In Ontario (Kanada) bekam ein Lastwagenfahrer einen Strafzettel über 305 Dollar, weil er sich im Lkw eine Zigarette angezündet hatte. Dort ist Rauchen am Arbeitsplatz jedoch verboten, womit laut Landespolizei auch der Lkw eingeschlossen sei. Eine feine Sache, um die durchs Rauchen verursachten Unfälle einzudämmen. Wer möchte denn schon sterben, nur weil ein anderer Autofahrer beim Zigarettenanzünden nicht mehr auf den Verkehr achtet?