Englischunterricht

Doch fangen wir am Anfang an.
Gegen 9.20 Uhr fand ich das "Domizil" von Coach Black, dem Trainer (Coach) unserer Football-Mannschaft. Er erledigte das Eintragen der Namen mechanisch, hatte lediglich Schwierigkeiten mit meinem Namen. Leihbücher wurden ausgeteilt und von den Schülern in die ausgegebenen Listen eingetragen. Am Rednerpult sitzend, erläuterte Black seine Vorgehensweise, von dem ich dann kaum ein Wort verstand. Die 55 Minuten waren bald wie im Fluge vergangen.
Die zweite Stunde in Mrs. Millers Englischklasse verlief ähnlich. Da amerikanische Literatur in der elften Klasse behandelt wird, wurde ich einem Elfer-Kurs zugeteilt, um möglichst viele Aspekte der USA kennenlernen zu können. Stoffmenge und Intensität des Kurses waren vergleichbar mit deutschen Leistungskursen, so dass ich die wesentliche Verbesserung meiner Englischkenntnisse Mrs. Miller verdanke.
Im Kurs wurden jede Woche ein Rechtschreibtest und ein Vokabeltest von jeweils zehn weniger bekannten Wörtern mit Anwendungsbeispielen geschrieben.
Ferner wurden alle neun Wochen zwei sogenannte "culture reports" verlangt, Aufsätze über Kino-, Theater- oder Konzertbesuche, von mindestens drei DIN A 4-Seiten. Nebenbei haben wir alle neun Wochen, d.h. viertelschuljährig, ein literarisches Werk gelesen, zum Beispiel "The Great Gatsby", "Huckleberry Finn", usw. Von diesen Arbeiten war regelmäßig ein "reading log" zusammenzustellen.
Dabei sollte man das Werk lesen, nach eigenem Ermessen grob unterteilen, von den Teilstücken Inhaltsangabe und eine kurze Handlungsanalyse anfertigen und die ganze Arbeit möglicherweise nach zwei Wochen einreichen. Dass nebenbei sämtliche literarischen Epochen und unzählige Autoren kennengelernt wurden, ist selbstverständlich.
Trotz der eigentlich nur im Rückblick erschreckenden Stoffmenge hat der Kurs auch viel Freude bereitet, vor allem wegen der vielen kreativen Arbeitsmöglichkeiten.

Nach meiner ersten Englischstunde war ich auf meinen Health-Kurs gespannt. Der Saal von Coach Daniel, unserem zweiten Football-Trainer, lag in einer abgelegenen Ecke der Schule. Zur Begrüßung gab er gleich bekannt, dass wir in der folgenden Woche nichts machen würden, da er noch keine Bücher bekommen habe. Wir verbrachten dann die Zeit mit Gesprächen und Vorstellungsspielchen. Als wichtigstem Punkt bestand Coach Daniel auf peinlich genauer und sauberer Führung unserer Ordner, die er dann auch regelmäßig benotete.