Vorsprechen fürs Schultheaterstück

1. März
An diesem Wochenende schauten Per, ein schwedischer Austauschschüler, und Annica bei mir vorbei. Natürlich sahen wir das Hockeyspiel an. Außerdem besuchten wir zum ersten Mal das Red Pepper, ein richtig kultiges Studentenrestaurant Downtown. Auf Hygienebestimmungen achteten die Betreiber sicherlich nicht, aber das Lokal überzeugte durch tolle Atmosphäre und leckeres Essen. Alle ehemaligen Studenten der University of North Dakota kamen angeblich immer mal wieder dorthin zurück. Dies konnte Tammy, die auch dort studiert hatte, bestätigen (übrigens auch den Mangel an Hygiene).

3. März
Die Basketballsaison endete für unsere Mannschaft leider mit geringen Erfolgen. Da ich mich weiterhin in der Schule engagieren wollte, sprach ich für ein Schultheaterstück namens „The Prince who couldn´t dance“ vor. Tatsächlich bekam ich eine Rolle und war gespannt, was mich erwartete.

16. März
In letzter Zeit ist so viel passiert, dass ich kaum Zeit für mein Tagebuch hatte. Bereits am siebten März unternahmen wir einen Schulausflug nach Bismarck, der Hauptstadt von North Dakota, zur Besichtigung des Regierungsgebäudes. Wir lernten den Abgeordneten Ole Aarsvold aus dem House of Representatives kennen. Leider kostete uns der Ausflug insgesamt neun Stunden Busfahrt, die Sean Colley und ich uns mit dem Hören uralter CDs während der Fahrt versüßten.

Snowboarden am Wochenende

Am folgenden Freitag hatten wir schulfrei. Morgens holten mich Annica, Sharon und Jesse, ein südkoreanischer Austauschschüler, zum Skifahren ab. Doch den Vormittag blieben wir noch in Grand Forks, um Annicas Seniorbilder machen zu lassen. Wie beim letzten Mal trafen wir uns mit Barb zum Lunch.
Anschließend brachen wir nach Devils Lake auf, wo Per zu uns stieß. Nach einer kalten Busfahrt zur kanadischen Grenze genossen wir ein grandioses Wochenende, an dem wir jede Menge nette Leute kennenlernten, mit denen ich teilweise heute noch in Kontakt stehe. Außerdem brachte ich Per zur Verzweiflung, der wohl vergeblich versuchte, mir Snowboarden beizubringen. Vielleicht hätte ich es doch lieber lassen sollen!

Am Sonntag holten mich Tammys Eltern netterweise in Devils Lake ab und brachten mich nach Hause. Völlig erschöpft fiel ich ins Bett. Am nächsten Morgen um sechs Uhr begannen die Proben zu unserem Theaterstück.