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Alptraum vor herrlicher Kulisse

Das ist eine wahre Geschichte, die sich weder der Gastschüler noch die gesamte Elternschaft hätten träumen lassen. Ein Gastschuljahr, welches bereits nach sieben Tagen zuende war. Was war passiert?

Ein Junge aus gutem Haus (die Eltern haben ein bekanntes Geschäft in Hamburg) planten einen ganz normalen Gastschulaufenthalt, die Eltern und der Schüler voller Freude auf das, was in Kanada auf den Jungen zukommen sollte. Anreise und Ankunft verliefen blendend.

Auch die ersten Tage waren wie ein schöner Traum; alles lief gut. Dann kam das erste Wochenende mit der ersten Party in der falschen Gesellschaft. Die kanadischen Jugendlichen trinken natürlich genauso heimlich wie die Jugendlichen bei uns Bier und anderes. Nur, denen passiert nichts, wenn sie erwischt werden.

Unser (gut erzogene und höfliche) Gastschüler hat sich allerdings erwischen lassen und flugs haben die Gasteltern die Organisation in Kenntnis gesetzt. Diese planten die sofortige Ausreise des Jugendlichen, aber jede Hilfe kam zu spät. Der Gastschüler wurde wegen des Vergehens in das nächste Gefängnis verfrachtet, wo er geschlagene sechs Wochen  bis zur Ausreise verbrachte.

Das ist natürlich noch nicht alles: Die Kosten der Organisation mussten trotzdem voll bezahlt werden, die Kosten für den Anwalt kamen hinzu, die Förderungen wurden zurückgefordert und, was vielleicht das Schlimmste ist: Es besteht nun ein vorläufiges noch lange andauerndes Einreiseverbot nach Kanada.