Ein eiskalter Tag
8. Dezember
Am Morgen erreichte mich ein trauriger Anruf von daheim, denn meine Oma war gestorben. Das bedrückte mich natürlich, doch meine Gastfamilie heiterte mich auf. Im Laufe des Tages riefen mich Freunde und Familienangehörige aus der Heimat an, um mich aufzumuntern. Sie wussten, wie nahe meine Großmutter mir gestanden hatte. Ich war froh über so viel Unterstützung.
Am Nachmittag erwartete mich Annica zum Shopping und zum Hockeyspiel, aber irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust. Andrew meinte jedoch, ich solle besser unter Leute gehen, das werde mich ablenken. Deshalb brachte mich Tammy nach Grand Forks, wo ich mich in der Mall mit Annica traf. Trotz allem hatten wir eine gute Zeit. Wir waren so verrückt, zu Fuß von der Mall zur Arena zu laufen - etwa drei Meilen, also ungefähr 4,5 Kilometer, bei minus 20 Grad. Unsere einzige Stärkung zwischendurch bestand in einem Cappuccino bei einer bekannten Fast-Food-Kette. Es war aber irre lustig, wenngleich auch verrückt.
Als ich mit Amanda nach Hause kam, erwartete mich schon das Weihnachtspaket einer Freundin.
Insgesamt war das wohl einer der traurigsten, aber auch der schönsten Tage in den USA.
Unterstützung von Freunden
9. Dezember
Natürlich trauerte ich noch um meine verstorbene Oma, aber ich entschied mich, nicht zur Beerdigung zu fliegen. Ein Grund war die Weihnachtszeit, zu der ich nicht gerne wieder zurück in die Staaten gereist wäre. Ich hegte die Befürchtung, nachher noch mit viel mehr Heimweh zu kämpfen. Außerdem unterstützten mich meine Gastfamilie und meine Schulfreunde, was ich besonders schön fand.
10. Dezember
Kayla veranstaltete heute ein Basketballteammeal. Leider verletzte sich Amanda beim Basketballspiel und musste wegen Verdachts auf Rippenbruch ins Krankenhaus. Glücklicherweise bestätigte sich das nicht, so dass sie am Abend schon wieder nach Hause zurückkehrte.

