Homecomingdates und Volleyball
2. September
Den amerikanischen Labour Day verbrachten wir mit Ausritten. Allerdings gab es, wie der Name des Feiertages schon sagt, auch jede Menge Arbeit. Durch einen Sturm waren auf dem riesigen Grundstück der Adamsfamilie viele Bäume umgefallen, die zersägt werden mussten. Da war es für mich natürlich Ehrensache, zu helfen. Dadurch verpasste ich zwar ein Treffen der Austauschschüler von North Dakota, die zwei Tage im Theodor Roosevelt Nationalpark verbrachten. Später war ich aber froh, nicht mitgefahren zu sein, denn leider gerieten einige der Gastschüler durch eine Party morgens um vier auf dem Hotelzimmer in einen Konflikt mit den amerikanischen Cops. Zum Glück hatte es weiter keine Konsequenzen, aber es ist ein weiteres Beispiel für die kulturellen Unterschiede.
Außerdem wurde ich entschädigt, weil ich mit Andrew Strandbuggy fahren durfte. Das macht richtig Spaß, auch auf anderem Gelände als einem Strand. Am Ende des Tages musste ich mich noch an einen Berg von Hausaufgaben wagen.
3. September
Langsam begannen die Tage recht stressig zu werden, vor allem auch, weil es in der Schule viele lästige Tests gab. Aber auch der Sport nahm viel Zeit in Anspruch. Heute hatte ich mir zudem eins von Andrews Footballspielen angeschaut, und danach ging es gleich zum Auswärtsvolleyballspiel nach Larimore, das wir aber gewinnen konnten.
Moving Wall aus dem Vietnamkrieg
4. September
Heute haben wir einen Schulausflug zur Moving Wall nach Grand Forks gemacht. Das ist eine Nachbildung des Veterans Memorials aus Washington D.C., auf dem ja bekanntlich alle gefallenen Soldaten aus dem Vietnamkrieg verzeichnet sind. Diese Moving Wall reist durch die USA und ist an verschiedenen Stellen zu sehen. Es war ein ziemlich interessanter Ausflug. Traurig fand ich nur die Bilder der jungen Männer, die die Hinterbliebenen aufgestellt hatten, und dass sie alle so jung sterben mussten.
Außerdem wurde heute in der Schule kräftig über die Homecomingdates diskutiert, was ich für etwas kindisch hielt. Trotzdem war ich gespannt, was mich beim Homecoming erwartete.
5. September
Andrew und Gary fuhren heute zu einem Reitturnier und blieben übers Wochenende dort. Aber auch ich hatte viel zu tun, denn es ging zu einem Volleyballspiel nach Oak Grove, was etwa eine einstündige Busfahrt entfernt lag. Natürlich war die Busfahrt recht lustig. Doch mein Höhepunkt des Tages war, dass ich selbst endlich einmal etwas mehr gespielt habe und auch Punkte gemacht habe. Leider waren wir erst gegen 1.00 Uhr nachts zu Hause, und auf mich wartete immer noch ein Berg schriftlicher Hausaufgaben.

