Selbstverteidigung muss sein
Nach den Haushaltsgeräten passiert man u.a. einen verschlossenen Panzerglasschrank mit Gewehren verschiedenen Kalibers. Hier gibt es zwar keine Selbstbedienung, aber - wie man sieht - man kann gegebenenfalls neben Cornflakes und Spinat auch eine 45er Magnum kurzerhand in den Einkaufswagen legen.
Die Auswahl an Waffen ist übrigens beeindruckend und beängstigend. Neben Handfeuerwaffen kann man sogar Shot-Guns erwerben, wie sie von der Polizei benutzt werden. In Arkansas hat sich die Waffenhändler-Lobby im Parlament bisher erfolgreich gegen Waffenscheinbestimmungen gewehrt. Die Möglichkeit, Feuerwaffen zu erwerben, stand bis vor kurzem also praktisch jedem frei. Erst vor einigen Jahren gelang nach heftigen Debatten die Verabschiedung eines Gesetzes, das neunzehn Waffentypen inklusiv deren Kopien verbot.
Eine gesetzliche Meldepflicht beim Weiterverkauf von Feuerwaffen konnte allerdings nicht durchgesetzt werden. Im übrigen sind in den USA 284.000 Waffenhändler registriert. Die Lizenz zum Waffenverkauf kostet 600 $ jährlich.
JH
Anmerkung des Verlags: was passieren kann, wenn ein Gewehr zuviel herumliegt, liest man hier.

