Gesundheit, Impfung, Visum

Die erste große Hürde wäre genommen, aber jetzt begannen die gesamten Vorbereitungen, die auf beiden Seiten genau geplant sein müssen, auf Seite des Veranstalters, aber auch auf Seiten des Austauschschülers. Man mag es kaum glauben, aber diese Phase beginnt eben schon elf Monate vor der Abreise, denn die Zeit bis dahin vergeht schneller, als man denkt.

Ab November - meine Abreise war für den Sommer des nächsten Jahres geplant - bekam ich von meinem Veranstalter sogenannte „Monthly Mailings“. Sie enthielten Informationen über die Kultur des Gastlandes, das Schulsystem, was man von seiner Gastfamilie erwarten sollte, darüber, wie man sich sonst noch vorbereiten konnte, aber auch Tipps Ehemaliger und Erfahrungsberichte. Ich persönlich habe diese Briefe fast immer verschlungen; außerdem habe ich mich immer noch anderweitig informiert, zum Beispiel im Internet oder über die viele Literatur. Das ist ebenfalls ein Tipp von mir an alle angehenden Austauschschüler. Man sollte sich wirklich umfassend über sein Gastland schlau machen, um zu wissen, was einen erwartet und was von einem selbst erwartet wird. Derart lassen sich böse Überraschungen vermeiden.

Diese Phase vergeht wirklich schnell, denn das hier Erwähnte läuft ja meist nur nebenbei, da sind ja sonst noch Freunde, Schule und jede Menge andere Verpflichtungen. Nebenbei erwartet man natürlich noch sehnsüchtig, dass man erfährt, wo man landet, und wer die Gastfamilie sein wird. Das kann man recht früh erfahren, aber auch erst kurz vor der Abreise.

Seminar für Austauschschüler

Im März gab es noch einmal ein Vorbereitungstreffen, bei dem offene Fragen besprochen wurden und man weitere Details erhielt, unter anderem über Verhaltensregeln und Erwartungen. Besonders sinnvoll an diesem Treffen fand ich, dass man Zeit hatte, in Ruhe mit den Ehemaligen zu sprechen, die wirklich die besten Tipps für den Aufenthalt gaben. Da sollte man besonders aufpassen und auch persönliche Fragen stellen, denn hier wird man von Gleichaltrigen beraten.

Nach diesem Treffen weiß man, dass es in die heiße Phase geht. Allerdings waren noch immer einige Vorbereitungen zu treffen. So brauchte ich zum Beispiel eine Bescheinigung von meinem Hausarzt über meinen Gesundheitszustand inklusive dem Nachweis bestimmter Impfungen, da man an einer amerikanischen Highschool nur unter der Voraussetzung bestimmter Impfungen aufgenommen wird. Zudem musste natürlich noch das Visum beantragt werden, doch keine Angst: Die Veranstalter stehen bei diesem Prozess zur Seite und erklären alle Schritte genau. Außerdem gibt es eine Menge Agenturen, die dabei helfen, ein Visum zu bekommen.

Ich weiß, dass sich die gesamten organisatorischen Punkte recht umfangreich anhören, aber man muss sich vor Augen führen, dass sie wichtig sind, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mein Veranstalter mir bei allen Punkten geholfen hat, und dass ich es über die Vorbereitungszeit verteilt als weniger empfunden habe, als es vielleicht war.