Konflikt mit der amerikanischen Kultur
29. August
Heute ist eigentlich nichts Aufregendes passiert. Allerdings fand unser erstes Volleyballspiel gegen die Midkota Mustangs statt, das wir auch gleich gewonnen hatten. Leider habe ich nicht viel gespielt, aber die Atmosphäre bei amerikanischen Highschoolspielen ist einzigartig, so dass man sie auf keinen Fall verpassen darf.
Das Footballspiel war natürlich weiter Gesprächsthema. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch sehr gespannt, was mich nun erwartet. Obwohl ich mich während meines Aufenthaltes nicht wirklich für Football begeistern konnte und auch heute noch nicht alle Regeln verstehe, sollte man zumindest einmal ein Footballspiel besucht haben, selbst wenn man sich nicht für Sport interessiert.
Toleranz ist angesagt!
30. August
Der große Tag des ersten Footballspiels der Saison. Wie versprochen bekam ich Jasons, Megans Freund, Footballjersey, und durfte es während der gesamten Saison zu den Spielen tragen. Wie gesagt, alle Regeln verstehe ich bis heute noch nicht, aber die Atmosphäre ist toll, und man ist mit seinen neuen Freunden zusammen.
Nach dem Spiel gehen die Spieler normalerweise mit ein paar Mädels essen. Zwar wurde ich auch gefragt und zwar von Brady, aber der hatte leider keinen guten Ruf. Daher fanden es meine Gasteltern angebrachter, dass ich nach Hause käme. Darin lag auch mein erster Konflikt mit der amerikanischen Kultur, die zugegebenermaßen manchmal etwas prüdere Ansichten vertritt. Ich war etwas sauer und verbrachte den Rest des Abends mit Andrew vor dem Fernseher. Da kam bei mir schon ein winziges bisschen Heimweh auf, denn in Deutschland wäre ich an einem Freitagabend wohl kaum zu Hause geblieben. Diesen Konflikt erlebt bestimmt jeder Gastschüler einmal. Dabei es gilt tolerant und flexibel zu reagieren, denn schließlich hat man sich auf die neue Kultur eingelassen und muss sich anpassen, selbst wenn nicht gerade immer leicht.
31. August
Eigentlich verbrachte ich heute nur einen lässigen Samstag mit Hausaufgaben, dem obligatorischen Einkauf und einem langen Ausritt mit Andrew. So konnte ich mich wenigstens vom Stress der ersten Schulwoche erholen.
Abends ging´s mit der ganzen Familie und Freunden ins Kino, ein echter Spaß. Ich fand es immer toll, dass wir als Familie stets so viel zusammen unternommen hatten.

