Sekundarschulen
Die High School soll Kindern aller sozialer Schichten im Alter von 12 bzw. 14 bis 17 Jahren Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Nach dem amerikanischen Bildungsverständnis erfolgt das am besten durch ein System, das erst möglichst spät nach Leistung sortiert und die Kinder stattdessen lange in einer Schulart zusammenhält, ähnlich wie bei unseren Gesamtschulen.
Bei uns findet mit dem zehnten Lebensjahr eine Weichenstellung in das dreigliedrige aus dem 19. Jahrhundert stammende Schulsystem statt - Hauptschule für Arbeiter und Handwerker, Realschule für Bürotätige und Gymnasien für künftige Akademiker. Dass mittlerweile die "Hauptschule" das Gymnasium ist, während die tatsächliche Hauptschule als "Restschule", eine Schule der Verlierer gilt, ist eine andere Geschichte.
In Berlin erfolgt eine Differenzierung nach der sechsten Klassenstufe, und auch die schwarz-grüne Regierung in Hamburg zieht nach. Im letzten Sommer probte das Bürgertum noch den Aufstand und demonstrierte, ein in diesen Kreisen ungewöhnliches Verhalten. Mittenmang dabei u.a. ein gewisser Caetano Neven DuMont, bekannt als Sky du Mont.
In den USA verhält sich das anders, denn alle besuchen nach der Elementary School die High School. Differenziert wird dann innerhalb der Schule in Leitungskursen, womit eine größere Chancengleichheit erreicht werden soll. Spätentwickler haben bessere Aussichten voranzukommen. Schüler mit besseren schulischen Leistungen können schwächere unterstüzten.
Befürworter behaupten, es handle sich um eine demokratischere Schulform, wo u.a. auch Werte wie Solidarität geübt werden würden. Zudem würden leistungsstärkere
Schüler von den schwächeren letztlich auch profitieren, da sie ihnen ja helfen und damit auch ihr eigenes Wissen festigen würden.
Die Diskussion über Für und Wider ist alt.
Der andere Standpunkt, der von Eltern mit guten Schülern, lautet: Intelligentere, leistungsfähigere Schüler würden durch die schwächeren in ihrer Entwicklung nur aufgehalten werden. Statt den schwächeren zu helfen, täten sie besser daran, sich beispielsweise neues Wissen anzueignen.
Wie auch immer: Die High School erstreckt sich entweder über vier (14-17 J.) oder sechs Jahre (12-17 J.).
Bei letzterer wird unterschieden zwischen einer Junior (12-14 J.) und einer Senior High School.
Aus den angeführten Gründen liegt das Niveau der High School deutlich unter dem der Gymnasien.
Da die strikte Trennung von mehr handwerklich und akademisch orientierten Fächern der amerikanischen Highschool fehlt, muss sie beides unter ihrem Dach vereinen, also berufliche Bildung und eine gute Allgemeinbildung.
Aus diesem Grund stellt sie traditionell ein weites Lehrangebot an Fächern aus beiden Gebieten bereit. Eins, das also herkömmliche Fächer mit nützlichen Kenntnissen und Fertigkeiten aus dem Alltagsleben verbindet.
Drei Kategorien von Fächern lassen sich unterscheiden:
Akademische Fächer
(zur Vorbereitung aufs College, ein Art Hochschule):
Dazu sind zu belegen:
- Englisch (English)
- Mathematik (mathematics)
- eine Naturwissenschaft (science)
- Sozialkunde (social studies)
- ein Computerkurs (computer science)
- und eine Fremdsprache (foreign language), wenn jemand aufs College will,
Kaufmännische Fächer:
- Schreibmaschinenschreiben (typing)
- Buchhaltung (book-keeping)
- Computer science
Berufliche Kurse sind:
- KFZ-Mechanik (auto mechanics)
- Drucken (printing)
- Landwirtschaft (agriculture)
- Kosmetik (cosmetology)
- Marketing (marketing / sales skills)

