Knicks und Diener vor dem Herrn
Während in Westeuropa selbst Poliker christlich ausgerichteter Parteien sehr zurückhaltend bei der Erwähnung ihres Gottes sind, sind die Verhältnisse in Amerika ganz anders.
Sätze in der Art von: "Mit Hilfe Gottes werden wir …" würden bei uns Befremden oder Spott nach sich ziehen.
Anders in den USA, denn dort kommt kein Politiker um einen Gott herum, vorzugsweise den christlichen, protestantischen, natürlich. Ein Atheist als Präsident? Undenkbar. Katholik - unmöglich, mit einer Ausnahme, Kennedy, der aber andere Atouts wie Jugendlichkeit und viel persönliches Charisma besaß, also die richtige Mischung in den Sechzigern, und der ferner für "Aufbruch" stand. Jeder hohe Polikter fällt vor dem Gott auf die Knie, erweist seine Reverenz. Auch Obama.
Anlässlich seines Besuches in Israel im August 2008, besuchte er die Klagemauer.
Zu dem Termin erschien er für die jüdischen Wähler zu Hause – viele hatten ihn gewählt – fein mit einer Kippa ausstaffiert. In einen Spalt der Mauer steckte er einen Zettel folgenden frommen Inhalts, der deswegen bekannt wurde, weil ihn ein Jugendlicher einsammelte und Zeitungsleuten übergab.
Herr - beschütze meine Familie und mich.
Vergib mir meine Sünden und hilf mir, Stolz und Verzweiflung zu trotzen.
Verleihe mir die Weisheit, richtig und gerecht zu handeln
und mache mich zum Instrument Deines Willens.
("Lord - Protect my family and me.
Forgive me my sins, and help me guard against pride and despair.
Give me the wisdom to do what is right and just.
And make me an instrument of your will.")
Das gibt zu denken, denn der mächtigste Mann der Welt, will "Instrument", Werkzeug seines Gottes sein. Was dessen Wille ist, weiß aber niemand so richtig. Instrumente denken nun aber nicht; sie führen nur aus. Was der Gott allerdings angestellt hat, läßt sich im älteren Teil seines weltweit verbreiteten Buches gut nachschlagen, Sippenhaft und Ausrottung bis ins soundsovielte Glied bis hin zu Völkermord, beispielsweise.
Wie kommt Obama dazu, sich einer fremden Macht - die noch nie jemand gesehen hat - unterordnen zu wollen? Ist er nicht dem amerikanischen Volk verpflichtet?

