Viel Rauch um Obama; ist er verflogen?
Nein er ist nicht verflogen... meine Gastfamilie konnte es kaum glauben, dass gerade er den Nobelpreis bekommen hat.
Sie sind, wenn ich ehrlich bin, nicht gerade positiv überrascht, können es nicht verstehen. Auch politisch sind sie nicht ganz einer Meinung mit ihm. Ein bisschen kann ich sie auch verstehen. Ich weiss nicht ob Ihr das in Deutschland mitbekommen habt, aber irgendwo hier in den USA wurde in den Schulen den Schülern ein Lied beigebracht mit dem Inhalt, wie toll doch Obama sei und so weiter.
Langsam artet die politische Schönrederei ein bisschen aus. Ich weiss ja nicht ... was ist denn mit denen, die nicht einfach so mitziehen? Das ist doch schon ein richtiger Gruppenzwang.


Kommentare
Obamas Friedensnobelpreis
Obama als unpatriotischer Schlappschwanz?
Hier ein guter Artikel zu dem Thema im Tagesspiegel. Sicher, gewählt wurde Obama nicht, weil er Obama ist, sondern weil das Volk von High School Kids gemerkt hat, dass etwas mit der Bush-Politik etwas nicht stimmt. Sie hatten die Schnauze voll.
Vollbracht hat Obama noch nicht viel, aber er hat ein ganz anderes außenpolitischen Klima geschaffen. Immerhin. Der Nobelpreis sollte aufgrund von Taten vergeben werden, das ist richtig. Hier sind es Vorschusslorbeeren.
Wird er sie verdienen?
Interessant ist die Kritik an der Preisverleihung. Sie sei antiamerikanisch, denn Obama sei gewählt worden, weil er ein Feind Amerikas sei, sei er doch vor den Vereinten Nationen und der islamischen Welt auf die Knie gefallen.
Hier die Stimme eines Bloggers:
„Es ist eine symbolische Stellungnahme gegen amerikanischen Exzeptionalismus, amerikanische Macht, amerikanischen Kapitalismus und die Verteidigung amerikanischer Interessen in der Welt.“
Tom Bolton, ex-Botschafter bei der UN, diskreditiert den Nobel-Preis als „Ausdruck vermeintlicher moralischer Überlegenheit der Europäer“.
Familienpolitik
Hallo Schorsch, hier die Meinung meiner Gasteltern
Schorsch, sicher kann man sich fürchterlich kontrovers über dieses Thema auslassen, aber ich möchte einmal darstellen, was meine Gasteltern zu dem Preis sagen und wie ich es als 16-Jährige verstanden habe.
Vielleicht ist es wichtig, dass meine Familie finanziell und intellektuell recht gut gestellt ist. Daher kann man wohl diese Meinung durchaus auf viele Amerikaner beziehen.
Meine Eltern sagen, dass sie die Vergabe des Nobelpreises nicht verstehen, weil er erst seit kurz über neun Monaten im Amt ist. Es handelt sich um Vorschusslorbeeren und eigentlich um Versprechen, welches er gegeben hat.
Aber es ist doch noch nicht viel umgesetzt? Es sieht so aus, als würde dieser Preis verliehen, weil die Kinder so nett aussehen, er schwarz und seine Frau so sympathisch ist. Ob es das ist, weiß niemand, aber es fehlen meiner Familie die Taten, die Umsetzungen.
Übrigens läuft bei meinen Großeltern (also Gastgroßeltern) den ganzen Tag der Fernseher. Sie schauen Politiksendungen und wichtige Talkshows. Sie sind absolut informiert und machen sich ihre Gedanken.
So viel zu: Die Amerikaner sind nicht an Politik interessiert... stimmt hier nicht.