Zollkontrolle hinter Europa
Man kann die Zollkontrolle auch übertreiben, denken wir.
Denn nun haben wir vier... ja vier Pakete nach Amerika geschickt und keines ist bis jetzt angekommen. Nach sechs Wochen können wir die auf jeden Fall abschreiben. Dabei haben wir die größten Fettnäpfchen umschifft. Es gibt Regeln zum Versenden von Päckchen, die unbedingt eingehalten werden sollten.
Hier die wichtigsten:
- keinen Alkohol in das Paket stecken, auch keine Pralinen
- weder Wurst, Käse noch anderes Fleisch, denn die Zollhunde holen sich diese Pakete sofort aus dem Stapel heraus, sie sind darauf trainiert
- keine Drogen oder Zigaretten, aber das ist ja klar
- keine Fellprodukte, auch die können die Hunde hervorragend erschnüffeln
- weder Flaschen noch Säfte
- kein Glas wegen Bruchgefahr
- erstellen Sie eine Packliste. Das geht so, spätestens auf dem Paketaufkleber rechts im Kasten, der für die eigenen Angaben gedacht ist. Dort sind Produkt, Menge / Größe und Wert zu notieren.
Fehlersuche, was haben wir nun falsch gemacht?
Ich gebe es zu, es waren auch kleine Gläschen mit deutschem Honig dabei ... verboten? Außerdem habe ich die Angaben auf Deutsch gemacht, war das richtig? Hat sich vielleicht der Piko (unser Hund) noch mal an dem Päckchen gerieben, so dass es den Zollhunden interessant vorkam? Ich weiß es nicht, es ist nur sehr schade.
Die Zollkontrolle können Sie sich so vorstellen: Jedes Päckchen wird geröntgt und der Inhalt mit den Aufzeichnungen verglichen. Außerdem wird ein Hund daran vorbeigeschickt. Stimmt irgendetwas nicht, wird das Paket vernichtet. Es wird nicht zurückgeschickt, denn wer sollte auch die Kosten und die Verantwortung tragen?
HInweis: Als ich das meinem Mann erzählt habe, meinte er gleich: Das ist doch kein Problem, das kann man verfolgen... ha, nein, das kann man nicht. Denn sobald die Grenzen Europas überschritten sind, ist´s mit der Aufzeichnung zu Ende.


Kommentare
Zoll
Die Zollhunde waren satt
denn sie haben die Pakete nicht angefressen ... endlich sind zwei der vier Pakete angekommen. Toll, und was für eine Überraschung, denn wie ich jetzt sehe, bekommt in unserer Gastfamilie jeder einen Adventkalender, super.
Das ist ein guter Tipp für alle Eltern, die den kanadischen oder amerikanischen Gasteltern eine Freude machen wollen. Packt einfach 24 Kleinigkeiten nett ein und versendet sie unter den oben genannten Vorsichtsmaßnahmen. Das ist zwar etwas zeitraubend, wird aber seine Wirkung nicht verfehlen.
Denn aufgepasst: Die Amerikaner (die Kanadier aber auch) lieben bunte und aufwendig eingepackte Geschenke. Die brauchen nicht teuer zu sein, aber die Verpackung muss schön bunt oder auffällig daherkommen. Daher lieber Motivpapapier anstatt einfarbiges nutzen. Da die Tradition der Adventkalenderbastelei in Übersee nicht so bekannt ist, gelingt damit eine große Überraschung.
Hinweis: Deutsche Gummibärchen werden hier besonders gern gegessen; sie sind eine Rarität! Packt also davon ein paar ein, Ihr seht, ja, der Zoll hat nichts dagegen.