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Wenn es nicht mehr auszuhalten ist
muss der Gastschüler die Gastfamilie in Übersee wechseln. Das gilt für beide Seiten. Denn der Gastschüler könnte sich ungebührlich aufführen und dadurch die Familie in ein schlechtes Licht rücken. Sollte dies durch Kleidung, Fehlverhalten oder ungutes Gerede der Fall sein, könnte ein Gespräch zum Erfolg der Verhaltensänderung führen. Hat dies jedoch keinen Erfolg, würde eine andere Familie gesucht oder aber gleich der Rückflug gebucht.
Natürlich gibt es auch den Fall, dass der Gastschüler es nicht mehr aushalten kann. Dies könnte bei Missachtung, Schlägen, sexuelle Annährung, Verletzung des Briefgeheimnisses oder Essensentzug auftreten. Das sind alles Handlungen, die gegen die Menschenwürde verstoßen und würden zum sofortigen Auszug führen. Kein Gespräch würde hier noch etwas helfen.
Jeder Gastschüler wird vor der Reise auf solche Situationen vorbereitet und auf das, was dann zu tun ist. Er hat eine Notfallnummer, so dass die Austauschorganisation schnellstmöglich von ihm angerufen werden kann. Alle Eltern können sich ganz sicher sein, dass in solchen Fällen schnell und kompetent gehandelt wird.
Aber man muss sich im Klaren sein, dass derartige Vorkommnise auftreten könen. Eine Sicherheit dagegen gibt es für keinen Gastschüler in keinem Land dieser Erde. Also realistisch bleiben, bei Problemen gelassen reagieren und nicht verzeifeln. Alle werden bestrebt sein, die Probleme zu lösen.

