Im Geiste nach Amerika reisen

Wer in ein fernes Land reist, ist natürlich neugierig darauf, was ihn dort erwarten wird. Welche Sitten haben die Einheimischen, wie kleiden sie sich, was essen sie, wie leben sie, wie verhalten sie sich … Zahlreiche Fragen trudeln durch den Kopf, doch Antworten findet man nicht so leicht. Die Zeitungen berichten oft nur über dröge Themen wie Politik oder Wirtschaft, und beim Gespräch mit Freunden tauchen oft so skurrile Vorurteile auf, dass man lieber nicht mehr wissen möchte.

Auf den folgenden Seiten finden Neugierige Berichte zur amerikanischen Gesellschaft: zu Kuriositäten ebenso wie zu ernsthaften Themen. Sie verschaffen einen kleinen Eindruck vom "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", in das es so viele Jugendliche zieht. Damit fällt die spätere Eingewöhnung leichter, denn man kann sich auf manche Eigenheiten schon einmal einstellen und tritt nicht gleich ins erste Fettnäpfchen.

Viel Vergnügen beim Schmökern!

 

Kommentare

Arbeitslosigkeit

Ohren auf und abgespeichert

Bis vor kurzem habe ich keine Ahnung über Riten und Bräuche in Amerika gehabt. Und es hat mich auch nicht sonderlich interessiert. Da gab es für mich ganz andere schöne Ecken auf der Welt.

Zur Erinnerung: Als meine Tochter mit dieser Idee des Gastschuljahres kam, habe ich sie erpresst. Ich sagte ihr: Prima, dann fahr Du mal nach Amerika, dann verkauf ich Dich und Deine Geschichte. Leider hat sie das nicht von ihrem Vorhaben abgehalten. Ich musste ran und schreiben und schreiben und schreiben. Ich schreibe heute noch...

Seither habe ich viel Negatives über Amerika gelesen und gehört, denn ich spitze überall die Ohren, wenn es um das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geht.

Aber ich habe auch viel Positives aufgenommen und möchte ein Beispiel geben, was mich sehr zum Nachdenken bringt.

Wenn jemand in Amerika arbeitslos wird, so ist es ganz normal dass sie den nächstbesten Job annimmt. Es gibt kein Pochen auf bereits irgendwo geerntete Lobeeren. Solche abgespeckten Lebensläufe wie bei uns existieren dort nicht. Fast jeder hat mindestens zwei Jobs gleichzeitig, die völlig unterschiedlich sein können.

Verliert man seine Stelle, so verkauft man sein Haus und verscherbelt noch die letzten Möbel an der Straße, wenn die Nachbarn vorbeigehen. Die Suche zielt dann auf eine kleinere Wohnung. Hat man wieder eine bessere Beschäftigung, so zieht man eben wieder um. Es ist völlig unüblich, dass eine Familie beispielsweise zwanzig Jahre in einer Strasse wohnen würde. Man kommt und geht. Keiner schielt auf den anderen, denn allen ist klar: Es kann jederzeit jeden treffen, auch den Manager einer großen Firma. 

Diese Beweglichkeit gefällt mir.