Viele Schüler, lange Flure, rettender Counselor
Mein erster Schultag, war voller neuer Eindrücke. Ich bin das erste Mal mit einem (amerikanischen) Schulbus zur Schule gefahren. Zwar liegt die Schule unweit vom Haus, aber jeder nutzt hier den Bus oder sein eigenes Auto. Da der Bus voll war, musste ich nach ganz hinten wandern, wo noch ein Platz frei war. Jeder wusste, dass ich die neue Austauschschülerin aus Deutschland bin.
An der Highschool angekommen, musste ich mir den Weg zur "Guidance" (eines der vielen Büros in der Schule) suchen. Die Gänge waren gestopft mit Schülern. Im Büro haben noch weitere neue Schüler gewartet, denn jeder der "Neuen" hatte die Möglichkeit, mit jemandem von der Schule mitzugehen, der einem den ersten Tag zu allen Fächern bringt und wieder abholt. Denn es ist unmöglich, sich alleine den Weg zu suchen und dann noch pünktlich anzukommen. Mir hat Colina - ein "Senior" - geholfen. Sie war sehr hilfsbereit, hat mir alles gezeigt und gleich noch einiges über die Schule erzählt.
Schulstunden
Der Unterricht war am ersten Tag nicht wirklich interessant, da jeder Lehrer seine und die Regeln der Schule aufgezählt hat. Dafür habe ich eine Menge Schüler kennengelernt. An diesem und auch an den folgenden Tagen ist man die große Attraktion.
Man wird alles Mögliche gefragt, wie zum Beispiel: "Wie gefällt es dir hier?", "Was ist anders als in Deutschland?", "Warum bist du auf dieser Schule?", "Ist deine Familie nicht hier in Amerika?". Diese Fragen kommen immer wieder. Eins der wichtigsten Anliegen der meisten ist: "Was ist die Autobahn?", "Kann man wirklich so schnell fahren, wie man will ?"
Am ersten Schultag habe ich gemerkt, dass zwei Kurse nichts für mich sind. Ich war in "English-Writing" und in "Spanisch 4". Das war einfach zuviel fürs erste. Zwei Sprachen auf einmal zu lernen, ist einfach zu schwer. Ich hatte zwar vorher mal vier Jahre Spanisch, aber es ist doch noch etwas anderes, denn hier muss man ja quasi alles zweimal übersetzen, und das braucht Zeit. Somit bin ich am nächsten Morgen ab zu meinem Counselor, habe ihr die Situation erklärt, was sie voll und ganz verstehen konnte.
Also: keine Scheu, mal das Fach zu zu wechseln!

