Protestantisches Arbeitsethos
Die zweite Ebene der materiellen Mentalität, das Einkommen, ist sehr eng mit dem verbunden, was Willy Loman aus der Lektüre des "American Dream", Tennessee Williams "Death of a Salesman", als den Weg zum Erfolg bezeichnet.
J.T. Adams betont in seinen Ausführungen hohes Einkommen, wobei dies jeweils abgestuft für alle Einkommensschichten Geltung haben sollte. Die Amerikaner sind allgemein überzeugt, dass beispielsweise akademische Bildung, gute Allgemein- und Ausbildung sowie schwere Arbeit auch ein hohes Einkommen verdienen. Häufig werden Berufsgruppen mit ähnlichem Anforderungen an Verantwortung, Studienlänge, Schwierigkeit usw. miteinander verglichen, ob auch ähnliche Verdienstmöglichkeit bestehen. Ein College- und anschließendes Weiterstudium, eventuell mit Promotion, sind höchst angesehene Errungenschaften, die auch mit hohem Einkommen einhergehen.
Erfolg ist ein wesentlicher Bestandteil der Truslow'schen Auffassung von der amerikanischen Gesellschaft. Er stellt fest, dass die Verwirklichung einer Gesellschaftsordnung, in deren Mittelpunkt das Individuum steht, am weitesten in den Vereinigten Staaten verwirklicht wurde, räumt allerdings ein, dass die Ideale der unbeschränkten persönlichen Entwicklung ohne die Schranken der alten europäischen Welt im tatsächlichen Leben nur teilweise umgesetzt wurden. Wesentlich für die Umsetzung des Amerikanischen Traums sei allerdings der Wille jedes Einzelnen, in dieser Gesellschaft mitzuarbeiten.
JH


Kommentare
Konsum und Glück ohne Rechte?
Truslow scheint übersehen zu haben, dass ein guter Teil der US-Bevölkerung noch nicht mal elementare Bürgerrechte besaß und somit vielleicht zu schwerer Arbeit, aber weniger zu Erfolg taugte.
Den Indianern wurden sie erst 1924, ein Jahr nach Erscheinen seines Buches, durch den Indian Citizenship Act. Erst ab jenem Jahr erhielten sie bespielsweise das Wahlrecht, also das Recht, ihre Unterdrücker, die sie mittlerweile auf 250.000 Seelen dezimiert hatten, auch noch wählen zu dürfen. Immerhin.
Bei den Schwarzen dauerte der Kampf um Gleichberechtigung bekanntlich noch länger.
Im Zweiten Weltkrieg gab es noch "Negerbattalione". Erst mit Rosa Parks und M.L. King, s. Wiki, setzten die schwarzen Amerikaner ihre Bürgerrechte wenigstens formal durch.