Glück mit der Kommunikation

Auf dem Weg vom Gate zur Gepäckausgabe trafen wir noch meinen Gastvater, der sich gleich für die geringfügige Verspätung entschuldigte. Er hatte vorher einige Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden. Nachdem auch meine Koffer angekommen waren, stand schließlich nichts mehr im Wege, die neue "Heimreise" anzutreten.
Wie erwähnt waren meine Koffer keine Leichtgewichte. Der Gang damit endete dann auch gleich nach der Ausgangstür. Die schwüle, heiße Luft, die mich draußen empfing, übertraf alle meine Vorstellungen. Nach meinem Empfinden waren es mindestens 30° C - nach 21 Uhr! Verständlicherweise hatte ich von den Temperaturen draußen bisher noch nichts wahrgenommen, da ich mich während der gesamten Reise in klimatisierten Räumen aufgehalten hatte.
Eine begonnene Sache musste aber auch zu Ende gebracht werden. Also schleppte ich die Koffer, jetzt jedoch mit Hilfe von Mr. Baxter, zum Wagen.
Der Wagen war im übrigen ein nagelneuer anthrazit-metallic-farbenes Kombigefährt und hätte den Amerika-Reisenden gleich bestätigt: Automatik und Klimaanlage.

Die Reise vom Flughafen zum nordwestlichen Teil von Little Rock dauerte etwa fünfzehn Minuten, aber ich konnte wegen der Dunkelheit kaum etwas von der Umgebung sehen. Im Nachhinein lässt sich die Route natürlich leicht wiedergeben, aber zu dem Zeitpunkt hockte ich nur hinten im Wagen und versuchte an nichts zu denken. Dies wollte mir aber nicht so ganz gelingen. Der Gedanke jetzt zehn Monate in Little Rock, mehrere tausend Kilometer von zu Hause zu verbringen, war zwar nicht neu, aber immer noch unwirklich.
Abbrechen ging jetzt aber nicht mehr; ich war auf der "anderen Seite" der Erde, in einer - zunächst einmal - fremden Umgebung. In diesem Augenblick war ich dann aber irgendwie doch zu müde, um diesen Gedanken weiterzuführen.
Inzwischen ließen wir die Autobahn, Interstate genannt, die den Flughafen mit der Stadt verbindet, hinter uns. Mr. Baxter begann, mir verschiedene Gebäude und Straßen zu zeigen, und ich war ganz überrascht, dass ich alles ganz gut verstand.
Die Kommunikation schien in die andere Richtung aber noch nicht so gut zu funktionieren, was zu diesem Zeitpunkt wohl auch an meiner Aussprache lag.