Fächerwahl vor Schulbeginn

Diese Tage vergingen wie im Flug, denn ich hatte einiges zu tun und lernte praktisch noch viel mehr Leute kennen. Außerdem mussten noch einige organisatorische Dinge geklärt werden.

Am Tag meiner Rückkehr vom Kurzurlaub am Buffalo Lake besuchte ich zum ersten Mal meine neue Schule, die Thompson Public, für unsere Verhältnisse wohl eine Gesamtschule, denn sie ging vom Kindergarten bis zur 12. Klasse. Mit ungefähr 500 Schülern handelte es sich um eine sehr kleine Schule, praktisch das komplette Gegenteil zu dem, was ich von zu Hause kannte.

Als Kurse wählte ich „Problems of Democrathie“ (POD), Englisch, Physik, American History, Speech und Health Carreers. Das Kursangebot an amerikanischen Schulen ist insgesamt sehr vielfältig, da kann jeder einmal etwas Neues ausprobieren. Allerdings ist man meist vom Veranstalter dazu verpflichtet, Englisch und die Landesgeschichte zu belegen, oder es gibt Bestimmungen an der Schule, dass in einer Klassenstufe einige Kurse belegt werden müssen. Darüber werden Gastschüler aber aufgeklärt und meist auch dazu beraten.
Dann bestellte ich gleich mein Jahrbuch und trug mich für die Sportmannschaft Volleyball ein. Dazu musste ich natürlich Gebühren bezahlen, die ebenfalls für das Schulmahlzeiten fällig waren. Gerade deshalb empfiehlt es sich schon, umgetauschtes Bargeld von zu Hause mitzubringen.

Ich in der Volleyballmannschaft

Während dieser Zeit gab es auch das erste Treffen mit den anderen Austauschschülern aus North Dakota, zumindest traf ich erst einmal einige von ihnen und freundete mich mit ihnen an. Zu vielen habe ich heute noch Kontakt. Ich kann nur sagen, dass da echt Freundschaften fürs Leben entstanden sind. Die Treffen mit anderen Austauschschülern waren immer wieder Höhepunkte während meines Aufenthaltes, und ich möchte es nicht missen, so viele verschiedene Leute aus fremden Ländern kennengelernt zu haben.

Dann begann auch noch das Volleyballtraining, was sehr anstrengend war, denn in Amerika wird Sport wirklich groß geschrieben. Insgesamt war ich wohl nie richtig gut, aber durch den Sport habe ich gleich viele Freunde gefunden und war mit dem Team unterwegs, was eigentlich das Beste daran war. Damit ist der beste Tipp an alle Austauschschüler verbunden, denn ich empfehle jedem, unbedingt einem Club oder einer Sportgruppe beizutreten, da man so schnell Freunde und Anschluss finden kann. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Austauschschüler, die nicht Mitglieder in verschiedenen Teams waren, es deutlich schwerer hatten.

Außerdem lernte ich viele von Amandas Freunden kennen, wobei wir auch viel zusammen unternommen haben, zum Beispiel Kinobesuche und Bowlen. Es war immer sehr lustig, und an die ganze Fragerei hatte ich mich ja schon gewöhnt.