Bei Grandpa in Louisiana

Donnerstag, 2. November bis Sonntag, 5. November
New Orleans: Stadt des südlichen Lebensstils.
Mr. Baxter stammt aus New Orleans, wo auch alle Kinder aufgewachsen waren. Der Umzug erfolgte erst vor zwölf Jahren, da Delta Airlines neue Stellen in Little Rock anbot. Daher war klar, dass wir irgendwann mal seine Eltern in New Orleans besuchen würden.
Mrs. Baxter, Peter und ich fuhren an diesem spätherbstlichen Tag mit dem Mitsubishi los, um eine äußerst langweilige Fahrt über die "Prärie" von acht Stunden hinter uns zu bringen. Peter unterhielt mich während der Fahrt mit Geschichten von durch LKWs plattgewalzten Hunden auf dem Highway und ähnlich "lieblichen" Themen.

Gegen neun Uhr abends langten wir dann bei dem Vorstadthäuschen von Mr. Baxters Vater an. Seit einem Schlaganfall seiner Frau, die in einem Pflegeheim betreut wurde, wohnte er hier alleine und hatte auch die linke Hälfte seines Hauses als Doppelhaushälfte verkauft. Dadurch hatte das Haus nun nur noch ein Schlaf- und ein Wohnzimmer sowie Küche, Bad und einen kleinen Vorratsraum. Besonders schön war, dass die Räume noch im Stil der sechziger und siebziger Jahre eingerichtet waren.
Peter und ich ließen uns auf dem ausklappbaren Bett im Wohnzimmer nieder und entschieden uns für eine ausgedehnte Erkundigungstour.

Dabei besuchten wir die Bourbon Street, machten leere Einkaufspassagen unsicher und testeten den Kundenservice in Hotels. Höhepunkt des Abends war die Rückfahrt mit einer echten Rarität, einem Nahverkehrsbus, der fast leer war. Abwechslung boten dabei ab und zu angetrunkene Fahrgäste, die mal ihren Rausch hinten im Bus ausschliefen. Als wir zum Schluss am alten, mittlerweile aufgefüllten, Kanal ankamen, in dessen Nähe Grandpa Baxters Haus stand, hatten wir einen gelungenen Abend hinter uns.