Problemlösungen
Um die Probleme in den US-Schulen meistern zu können, bekommt jeder Schüler - und nicht nur Austauschstudenten - einen Counselor, eine psychologisch geschulte Person, die das Vertrauen des Schülers genießen sollte. An sie kann man sich mit allen Problemen wenden. Der "Counselor" ist also ein Schulpsychiater, von dem an größeren Schulen mehrere existieren.
Sollte ich mit so vielen Problemen konfrontiert werden, dass ich bald einen Psychiater benötigen würde? Andererseits war es natürlich angenehm, sich an eine bestimmte Person wenden zu können, sozusagen eine nette Serviceeinrichtung, da eine regelmäßiges Treffen mit dem "Counselor" weder vorgesehen noch verpflichtend war.
Als ich mich beim "Counselor" zu den verschiedenen Klassen anmelden wollte, stellte sich heraus, dass das Angebot der Schule doch weniger umfangreich war als es der Schulkatalog vorgab.
Daher ergab sich für mich folgende Fächerbelegung:
- American History (verpflichtend),
- American Government,
- Englisch (verpflichtend),
- Turnen,
- Elektrotechnik,
- Maschineschreiben,
- Wirtschaft.
Da ich, von den zwei verpflichtenden Fächern abgesehen, freie Wahl hatte, erschienen mir vor allem Wirtschaft und Elektrotechnik als willkommene Ergänzung zu den üblichen Standardfächern.
Mein "Local Coordinator", die Person, die sich um die Betreuung und Koordination der Austauschstudenten kümmert, stufte mich in der High School als Junior ein, was der 11. Schulstufe in Österreich gleichkommt. Ich hatte keine Einwendungen, da ich nur ein halbes Schuljahr in den USA bleiben würde und zudem wusste, dass der US-Schulabschluss in Österreich nicht anerkannt wird.
RM

