Billiger Kraftstoff
Abends begann ich ein Gespräch mit Mr. Baxter über den hohen Benzinverbrauch, was mir im Laufe des Tages aufgefallen war. Darüber schien man sich hier wenig Gedanken zu machen. Wir tankten zwar stets bleifreien Kraftstoff, und es existiert auch die als streng betrachtete US-Norm für Abgaswerte, aber ein Verbrauch von etwa zwanzig Litern auf hundert Kilometer - wie bei unserem Station Wagon keine Seltenheit - dürfte sich auf Umwelt und die Brieftasche ungünstig auswirken.
Als ich mal nachrechnete, ergab sich ein um zwei Drittel niedriger Benzinpreis als daheim (s. "Maßeinheiten").
Der Grund für diesen Preis sowie für die Tatsache, dass der Führerschein sehr günstig und besonders einfach zu erwerben ist, liegt im Mangel des öffentlichen Verkehrssystems sowie in den großen Entfernungen in den USA.
Während meines zehnmonatigen Aufenthalts sah ich höchstens fünfmal einen Bus in Little Rock. Es gab kaum Haltestellen, geschweige denn irgendwelche Fahrpläne. Jedoch allein um Little Rock auf den Autobahnen zu umfahren, brauchte man knapp eine halbe Stunde. Autos gehören also unbedingt zum täglichen Leben.

