Themen: 

Abschlussfuttern für Seniors

Donnerstag, 10. Mai
Peter und ich unternahmen an diesem Tag mit dem Segen meiner Gasteltern einen Ausflug nach Tulsa / Oklahoma. Die ehemalige Ölstadt hatte eine bedeutende Fliegerschule, genannt Spartan School of Aeronautics, die Peter besuchen wollte. Er hatte sich eine Laufbahn als Flugzeugmechaniker und später als Pilot vorgestellt. Für die todlangweilige vierstündige Fahrt wurden wir in Tulsa durch eine großartige Führung in der Schule entschädigt. Peter sah sich nachher bereits im Cockpit.

Der Herr hat gerufenFreitag, 11. Mai
Senior Skip Day, also der Schwänztag der 12. Klasse, war heute angesagt. Der Direktor bedrohte bereits im Vorfeld alle etwaigen "Schwänzer" unserer Jahrgangsstufe mit Suspendierungen, und somit hielt sich die Beteiligung an diesem inoffiziellen "Feiertag" in Grenzen.
Meine Englischlehrerin, Mrs. Miller, half mir, diesen Zwiespalt zu überwinden, indem sie einen ganztägigen Ausflug veranstaltete - zu einem alten Friedhof. Mount Holly Cemetery, durch die Ausdehnung der Stadt mittlerweile fast in der Stadtmitte gelegen, beherbergte alte Seelen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Beschäftigung mit den Inschriften der denkmalgeschützten Grabsteine fesselte mich so sehr, dass ich sie später zum Thema eines Englischreferates machte.

Samstag, 12. Mai
Die lange Reihe der Abschlussveranstaltungen wurde weiter fortgeführt, und es stand diesmal das Senior Banquett auf dem Programm. Der Eintrittspreis von 16 $ beschränkte von Anfang an die Teilnehmerzahl, wobei man für diesen Preis allerdings ein Musical in einem Tanzlokal, kaltes und warmes Buffet und auch ein Sektglas mit spezieller "Senior Banquett"-Prägung erhielt. Diese Veranstaltung war im Gegensatz zum Prom keine "Notwendigkeit", also war ich über die Kleiderordnung nicht ganz im Bilde. Aber Sakko und Krawatte erwiesen sich als passend.
Zum Programm gehörte übrigens eine Art Preisverleihung, wobei die schönsten, die süßesten, die witzigsten, usw. Mitglieder der Jahrgangsstufe ausgezeichnet wurden, also letzte Gelegenheit zu öffentlichen Sympathie- oder Abneigungsbekundungen.