Nebenverdienst
Mein erster Hausbesuch war jedoch recht anstrengend. Bei 30 ºC Hitze unter strahlendem Sonnenschein setzte ich zunächst einmal die Dachrinnen eines der angebotenen Häuser instand. Mein Einsatz wurde von Mrs. Baxter mit einem Big Mäc "entlohnt". Nachmittags fuhr ich dann zum Rasenmähen mit Peter zu zwei anderen, zum Verkauf stehenden Häusern.
An dieser Stelle muss ich hervorheben, dass regelmäßiges Arbeiten aufgrund von Arbeitsverträgen für mich als Gastschüler nicht gestattet war. Allerdings konnte ich durch kleinere Aushilfjobs, wie das erwähnte Rasenmähen oder Babysitten, etwas Geld nebenher verdienen.
Für Mrs. Baxter erledigte ich jedoch diese Arbeiten an den zu verkaufenden Häusern natürlich unentgeltlich.
Zwei Monate vor meiner Abreise bekam ich dann mit Hilfe von Mrs. Baxter zwei Häuser, deren Besitzer mich beauftragten, ihren Rasen wöchentlich zu mähen. Rasenmäher sowie alle sonstigen Geräte wurden von ihnen gestellt und ich erhielt zusammen 45 $ für etwa zwei Stunden Arbeit.
Diese Taschengeldaufbesserung war natürlich höchst willkommen. Im Übrigen hatte jeder Austauschschüler seine persönlichen Ausgaben selbstverständlich selbst zu tragen, zum Beispiel beim abendlichen Ausgehen, aber auch Hefte, Stifte, Hygieneartikel etc. Zu diesem Zweck war die Unterstützung durch meine Eltern aus Deutschland notwendig, und somit war eine der wichtigsten Aufgaben der ersten Woche die Einrichtung eines Bankkontos (s. auch "Bankkonto bei http://www.gastschuljahr.de/?q=node/126").

