Heiligabend in Amerika
26. Dezember
Ja, Weihnachten ist bereits vorbei, denn in den USA zählen nur Heiligabend und ein Weihnachtsfeiertag dazu, nicht zwei.
Über Weihnachten riefen zu meiner Überraschung zahlreiche Freunde aus der Heimat an, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte.
Am Morgen des Heiligenabends buken Amanda und ich Plätzchen. Das und das anschließende Schlittschuhlaufen brachte uns schon in Weihnachtsstimmung. Danach machten wir uns zur schönen Weihnachtsmesse bereit.
Am Abend feierten wir bei den Eltern Garys, dessen Familienseite noch viel größere Diemensionen hatte als Tammys. Die genaue Zahl der Enkelkinder kenne ich nicht, aber es waren wohl über zwanzig. Ich hatte von dieser Seite der Familie keine Geschenke erwartet, da ich nicht viel Kontakt zu ihr gehabt hatte, aber sie schenkte mir trotzdem eine ganze Menge. Überhaupt nahm mich die Familie überaus herzlich auf.
Außerdem unterhielt ich mich an diesem Abend ausgezeichnet mit dem Mann von Garys Nichte, der als Soldat in Deutschland stationiert gewesen war.
Geschenke über Geschenke
Äußerst spät kehrten wir nach Hause zurück, wo wir gleich Schlafanzüge anzogen, Geschenke öffneten und Kekse knabberten. Es herrschte eine schöne, familiäre Stimmung, fast wie daheim. Die ganze Nacht guckten Andrew und ich Filme und lachten, was das Zeug hielt. Irgendwann gegen Morgen gingen wir zu Bett.
Am Mittag des nächsten Tages krabbelten wir Kinder aus dem Bett. An unseren Kamin fanden wir noch Geschenke von Santa Claus, eine Familientradition der Adams. Zu Mittag besuchten uns Tammys Verwandte, also ihre Eltern und drei Geschwister. Es gab Stollen, von meiner Familie geschickt, und wieder Geschenke … Weihnachten verlief wirklich fast wie zu Hause!

