Drohgebärden
sind sehr ernst zu nehmen. Und daher ist es ganz sinnvoll und wichtig, dass Austauschorganisationen zwischenzeitlich während des Gastschuljahres noch einmal darauf aufmerksam machen, dass der Genuß von Alkohol und Drogen zu einem vorzeitigen Abbruch des Gastschuljahres führen kann. Wenn die Eltern im Heimatland darüber informiert sind, so können sie dies an ihre Sprösslinge weitergeben und für Zucht und Ordnung per E-Mail oder Telefonat sorgen.
Im Einzelnen verhält es sich so:
- nimmt ein Jugendlicher Alkohol zu sich, so wird er ermahnt. Im Wiederholungsfall kann er abgemahnt und nach Hause geschickt werden
- befindet sich ein Jugendlicher in der Nähe von anderen trinkenden Jugendlichen, so kann er ermahnt werden und darf sich dann in Zukunft nicht mehr mit diesen Leuten treffen, denn die gefährden seinen Aufenthalt
- wird der Jugendliche gezwungen, Alkohol zu trinken, so kann er aus der Familie und Umgebung entfernt werden
- hat der Gastschüler Kontakt zu drogenkonsumierenden Jugendlichen, so liegt es im Ermessen der Austauschorganisation, ob der Jugendliche sofort nach Hause fliegen muss oder noch eine Chance erhält
- nimmt der Jugendliche selbst nachweislich Drogen zu sich, so fliegt er postwendend nach Hause.
Zum letzten Punkt: Warum so eilig mit dem Rückflug, warum keine Aufklärung? Die Antwort: Die amerikanischen Behörden finden den Umgang mit Drogen in Jugendhänden gar nicht lustig. Der Jugendliche würde wahrscheinlich in ein Gefängnis kommen. Dann unterliegt der amerikanischen Justiz.
Somit würde man einen amerikanischen Anwalt benötigen, die Kosten wären enorm, der Stress unglaublich und der Ruf der Austauschorganisation dahin.
Fazit: Nehmt das Verbot von Zigaretten, Drogen und Alkohol absolut ernst. Wer die Finger nicht davon lassen kann, hat nichts, aber auch gar nichts in Amerika verloren!

